Mobirise
Kub Kontakt- und Beratungsstelle

Willkommen auf den Seiten der Kontakt- und Beratungsstelle
Hilfen für Straßenjugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren
Telefon: 030 61 00 68 00

KuB – Kontakt- und Beratungsstelle

Die KuB ist ein niedrigschwelliges Hilfeangebot für junge Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist.

Innerhalb der angebotenen Hilfen zur Erziehung in Berlin gehört die KuB zum Berliner Notdienst Kinderschutz.

Zur Mitwirkung an den Leistungen für Kinder und Jugendliche, zum Schutz und zur Gefahrenabwehr, kooperiert der Träger mit dem Berliner Jugendclub e. V. Die Ausgestaltung der Zusammenarbeit regelt der Kooperationsvertrag zwischen dem Bezirk und dem Verein.

Der Standort der KuB ist in der Müllenhoffstr. 17, 10967 Berlin-Kreuzberg.


Wir bieten an

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Angebotsspektrum der KuB

Die KuB hat ein differenziertes Hilfeangebot für junge Menschen in Not entwickelt:

   · aufsuchende Sozialarbeit an Brennpunkten der Stadt
   · Notversorgung und Notübernachtung
   · Beratung und Betreuung

Dazu gehört auch:

   · Eine medizinisch-pflegerische Betreuung an drei Tagen pro Woche
   · Eine tierärztliche Versorgung einmal wöchentlich
   · Chatberatung im Internet an drei Tagen pro Woche
   · Theaterprojekt mit Straßenjugendlichen
   · Rechtsberatung


Zielgruppe

Straßenjugendliche

ab 13 Jahren, die sich hilfesuchend zur Abwendung einer psychischen und physischen Notlage oder bei Gefahr für Leib und Leben an die KuB wenden.

Im Einzelfall geht es auch um junge Volljährige, die auf der Straße leben.

Überwiegend handelt es sich um Jugendliche aus allen Bundesländern und aus dem benachbarten Ausland.

Zum größten Teil kommen sie aus Familien in prekären Lebenssituationen. Risikofaktoren in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld wie beispielsweise miterlebte Partnergewalt (häusliche Gewalt), Missbrauch und Vernachlässigung, konnte weder in familiären und schulischen Bezügen, noch mit ‚Hilfe zur Erziehung’ nachhaltig etwas entgegengesetzt werden. Eine bedeutsame Anzahl dieser Jugendlichen ist wochen- und monatelang unterwegs und bestreitet den Lebensunterhalt im Umfeld von Bettelei, Prostitution, Drogenszene und Kriminalität. Diese Jugendlichen lehnen herkömmliche Jugendhilfeangebote ab.

Neben der sensiblen Kontaktaufnahme über die aufsuchende Sozialarbeit stehen kontinuierliche Beratung und die Vermittlung in weiterführende Hilfen im Mittelpunkt der Aufgaben der KuB.

Sobald die Jugendlichen dazu bereit sind, stellen die Berater/innen einen Kontakt zum Elternhaus, Jugend- und Gesundheitsbehörde und/oder wenn notwendig der Polizei/Justiz her.

In Kooperation mit allen Beteiligten wird hier ein vorläufiger Hilfeplan mit dem Ziel erstellt, Jugendliche vom Straßenleben in weiterführende Hilfen zu vermitteln.

Beratungsstelle

Die Beratungsstelle bietet an:
  • Schutz und Gefahrenabwehr
  • Angebot einer verlässlichen stabilen Hilfebeziehung
  • Krisenintervention
  • Sicherstellung der Grundversorgung
  • Bereitstellung von Unterkunft
Mobirise

Aufgabenbereich und Zielsetzung nach SGB VIII

Reintegration von Straßenjugendlichen Beratung gemäß §§ 8, 11, 16, 28 SGB VIII (KJHG) sowie Beratungen nach dem SGB II und SGB XII.

Mobirise

Das Ziel ist die Aufhebung und Abwendung von Obdachlosigkeit

Das Ziel ist die Aufhebung und Abwendung von Obdachlosigkeit Minderjähriger und junger Erwachsener, die ihren Lebensmittelpunkt in die Straßenszenen von Berlin verlegt haben. Weiteres Ziel der Beratungsstelle ist es, den durch das Untertauchen in den gängigen Straßenszenen folgenschweren Verlauf der physischen und psychischen Verelendung aufzuhalten. Besonders die Trebegänger, die schon lange auf der Straße leben und häufig jeglichen Kontakt zum herkömmlichen Jugendhilfesystem vermeiden, lassen sich nur schwer mit bestehenden Konzepten erreichen. Die Herangehensweise an diesen Personenkreis bedarf anderer Handlungsschritte. Aus vielfältigen Gründen misstrauen die jungen Menschen den Sozialarbeitern. Voraussetzung für einen Klärungs- und Beratungsprozess, um einen Ausstieg aus der Illegalität zu erreichen, ist die Freiwilligkeit des Einlassens. Um ein vertrauensvolles Verhältnis zu diesem Klientel aufzubauen, ist häufig ein längerer Vorlauf notwendig.

Zur Entwicklung einer kurzfristigen Soforthilfestrategie ist eine vorläufige psychosoziale Diagnose zu erstellen, in der die bekannt gewordenen Fakten zusammengefasst werden und die Problematik beschrieben, analysiert und interpretiert wird. Daraus werden weitere Hilfen zusammen mit dem jungen Menschen erarbeitet. Um im Einzelfall einen Ausstieg aus der Illegalität zu erreichen und eine adäquate Lösung anstreben zu können, bedarf es einer sorgfältig überlegten Kontaktaufnahme, zumal die erste Gesprächssituation für einen positiven Hilfeverlauf entscheidend sein kann. Eine intensive Vernetzung mit den anderen Arbeitsbereichen der KuB erlaubt eine Vielfalt von Interventionsmöglichkeiten sowie ein vielschichtiges Maßnahmenspektrum.


Beratung im Internet

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Chat: „Abhauen und auf der Straße leben?“

Die Kontakt- und Beratungsstelle bietet regelmäßig einen Chat mit dem Thema „Abhauen und auf der Straße leben?“ an, der gut angenommen und von den meisten Usern regelmäßig besucht wird. Durchschnittlich sind pro Termin etwa sechs Nutzer anwesend, nie jedoch mehr als zehn. Die Teilnehmer sind überwiegend weiblich. Das Durchschnittsalter liegt bei 14 und 18 Jahren. Sexueller Missbrauch sowie Misshandlungen sind die am häufigsten besprochenen Probleme. Weitere häufig besprochene Themen sind das Angebot der KuB – speziell das Sleep In oder Fragen zu Gerichtsverfahren, in denen sich Eltern verantworten müssen („wieso wird meine Mutter angeklagt“, „muss ich im Gerichtssaal aussagen“, etc.). Ein weiterer Schwerpunkt liegt, dem Thema des Chats entsprechend, auf den Möglichkeiten und Konsequenzen des Weglaufens. Hierbei interessiert die Jugendlichen besonders, ob die Polizei sie einfach wieder nach Hause schicken kann oder wo sie sich hinwenden können, um nicht mehr nach Hause zu müssen. Der Chat als Beratungsmedium bietet den Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie sich austauschen und Antworten auf ihre Fragen erhalten.
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Theaterprojekt

Kälte, Hunger, Ungewissheit: Das Leben auf der Straße ist hart und oft voller Entbehrungen. Die KuB unterstützt obdachlose Jugendliche bei ihrer Suche nach einem Weg in ein neues Leben. Da die Heranwachsenden mit klassischen Hilfeangeboten jedoch nur schwer zu erreichen sind, hat die KuB ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Obdachlose Jugendliche werden auf der Straße angesprochen und erhalten die Möglichkeit, sich auf der Bühne auszuprobieren. Drei Monate lang proben etwa 40 Jugendliche mehrmals wöchentlich. Den Abschluss der kreativen Arbeit bilden mehrere öffentliche Aufführungen in bekannten Theatern wie z. B. dem Theater an der Parkaue, der Tribüne oder wie dieses Jahr dem Theater der Universität der Künste. Über Spendenmittel konnten für die 40 Teilnehmer während der viermonatigen Probezeit Essen, Kleidung und Fahrtkosten finanziert werden. Die Jugendlichen profitierten in mehrfacher Hinsicht von dem Projekt: Während der Probentage wurden sie regelmäßig versorgt, erhielten Lebensmittel und einen Schlafplatz. Aber vor allem stärkten die kreativen, gemeinschaftlichen Erfahrungen und das Erfolgserlebnis auf der Bühne das Selbstbewusstsein der Beteiligten – eine wichtige Basis zur Motivation sein Leben neu zu organisieren, Mut zur Veränderung zu finden. So konnten fast alle Projektteilnehmer das Leben auf der Straße hinter sich lassen. Unter der Regie von Margareta Riefenthaler wurden bereits mehrere Theaterstücke aufgeführt.


Theater ohne Etikett
Plakat - MEINEDEINE FAMILIE

Ankündigung 2018

MEINEDEINE  FAMILIE

Uraufführung/Premiere
Donnerstag 22. März 2018 um 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen
Freitag 23., Samstag 24. und Dienstag 27. März
jeweils um 19:30 Uhr

Theater Coupé
Hohenzollerndamm 177
10713 Berlin-Wilmersdorf
(nahe Fehrbelliner Platz)

Eintritt
12 € / ermäßigt 6 €


Buch und Regie
Margareta Riefenthaler

Plakat/Postkarte
Charly Hall

Weitere Infos auch unter Theater-ohne-Etikett.de

Ein Theaterprojekt der KuB Kontakt- und Beratungsstelle mit Straßenjugendlichen.

Schirmherrin
Dennenesch Zoudé


Kurzfassung

Herr Bruno Grandi ist einer der erfolgreichsten Männer des Landes. Um seinen guten Ruf vor der Öffentlichkeit und seiner Ehe nicht zu gefährden, zahlt er Geld an eine Prostituierte, die eine Tochter von ihm hat. Während vieler erfolgreicher Geschäftsjahre wuchs der Konzern zu einer unübersichtlichen Dimension heran. Unter der Chefetage hat sich einiges verselbstständigt und der Konzern schlittert in die roten Zahlen. Eines Tages bekommt Herr Grandi überraschenden Besuch in seinem Büro. Eine seiner Angestellten aus der untersten Etage betritt unerlaubt sein Büro und bedroht ihn mit der Pistole. Dieser Besuch ist der Beginn einer Kette von Veränderungen für Herrn Grandi!


Mit freundlicher Unterstützung von
Bundeszentrale für politische Bildung, Fachbereich Kultur Charlottenburg-Wilmersdorf, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Familie Römer, Ed und Kitty Wilson, Prof. Dr. med. Herbert Schuster, Dorothea und Günter Seliger-Stiftung, Spreequell


Von der Straße auf die Bühne - Straßenjugendliche spielen Theater

Video von Charly Hall auf vimeo

Mitten in der Berliner Innenstadt, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Zoo entfernt, befindet sich die Kontakt- und Beratungsstelle (KuB). Die Einrichtung kümmert sich um hilfsbedürftige Straßenjugendliche, bietet Verpflegung, Schlafplätze und Beratung an. Ziel ist es die Kinder und Jugendlichen von der Straße zu holen. Da viele Jugendlichen die üblichen Hilfsangebote häufig nicht annehmen, hat sich die KuB schon vor vielen Jahren ein alternatives Konzept überlegt: das Theaterprojekt. Seit fast zwanzig Jahren holt die KuB Straßenjugendliche von der Straße auf die Bühne. Das Projekt umfasst sichere Schlafplätze, gemeinsames Essen, kreative Proben und öffentliche Aufführungen im Frühjahr.

Obwohl es das Theaterprojekt seit fast zwanzig Jahren gibt und viele Straßenjugendliche durch das Projekt wieder in einen geregelten Alltag gefunden haben, ist es weithin unbekannt. Dies ist umso bedauerlicher, als das es ausschließlich auf Spenden engagiert Bürger_innen angewiesen ist. Wir haben die Teilnehmer des Theaterprojektes und die Sozialarbeiter der KuB von November 2015 bis März 2016 begleitet, um uns ein umfassendes Bild von dem Projekt zu machen. Mitarbeiter der KuB berichten uns von den Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Straßenjugendlichen. Die Jugendlichen erzählen von ihrer Herkunft, wie sie zu dem Theaterprojekt gekommen sind und von Ihren Wünschen für die Zukunft. Und natürlich haben wir auch Bilder von den Proben und Aufführungen eingefangen, die zeigen, wie die Jugendlichen aus sich heraus kommen, lernen, spielen und an Selbstbewusstsein gewinnen.

Gerne stellen wir bei Interesse eine Version mit hoher Auflösung zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Kontakt- und Beratungsstelle (KuB) und wie Sie diese unterstützen können unter kub-berlin.de oder via E-Mail an info@kub-berlin.de.


Der Beratungsbus

Beratungsbus

Angebote vom Beratungsbus

Essensversorgung mit belegten Broten, frischem Obst,
Heiß- und Kaltgetränke, Joghurts.

Notversorgung mit diversen Hygieneartikeln, Wolldecken, Schlafsäcken und Winterkleidung.

Streetwork, Kontakt, Beratung, Vermittlung und Begleitung zu Behörden, Einrichtungen der Kinder-/Jugend- und Drogenhilfe.

Dem Kinderschutzauftrag nach § 8a SGB VIII wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Medizinische Notversorgung (Krankenschwester).

Freizeitprojekt: "Legale Adrenalin-Kicks".

Mitarbeit beim viermonatigen Theaterprojekt.

Fachrunde zum Thema "Mädchen auf der Straße".


KuB-Jugendberatungsbus


Der KuB-Jugendberatungsbus

Im Rahmen der Straßensozialarbeit gibt es jährlich zu ca. 800 Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kontakt. 
Der Jugendberatungsbus steht zu festen Zeiten am Alexanderplatz, Bahnhof Zoo, außerdem gibt es die offene Angeboten in der Beratungsstelle.
Die Jugendlichen suchen den Beratungsbus an den Szenetreffpunkten auf und holen sich Rat, Unterstützung und Hilfe bei Fragen im Umgang mit Ämtern und Behörden. Erziehungs- und Gesundheitsfragen stehen bei den jungen Müttern bzw. Familien im Fokus.


Alexanderplatz

Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland nutzen den Platz um Gleichgesinnte zu treffen und in den dortigen Jugendszenen unterzutauchen. Der Alexanderplatz ist über die verschiedenen Chatrooms und Foren ("Knuddels", "Abgefuckt liebt dich", "jappy" etc.) und über "Mund zu Mundpropaganda" bei Jugendlichen in ganz Deutschland bekannt.


Breitscheidplatz, Bahnhof Zoo und offener Bereich der Beratungsstelle

Der Breitscheidplatz und der Bahnhof Zoo werden ebenfalls als Treffpunkte genutzt. Insbesondere das Areal um den Bahnhof Zoo. Der Breitscheidplatz wird vorwiegend zum „Schnorren“ und für kurzzeitige Treffen genutzt. Ein längerer Aufenthalt der Jugendlichen an den beiden Plätzen wird vermieden, zumal sie die Möglichkeit haben die Räume der Kontakt- und Beratungsstelle oder den nahen Tiergarten als Aufenthaltsort zu nutzen. Vor allem in den Wintermonaten wird die Beratungsstelle gerne als Anlaufpunkt und Aufenthaltsort von den Jugendlichen genutzt.

Willkommen auf der Seite des Sleep In

Notübernachtung für junge Menschen von 14-20 Jahren
Telefon: 030 61 00 68 00

Sleep In
Wir bieten an:
  • eine besonders niedrigschwellige Übernachtungseinrichtung
  • 16 Betten und 2 Notbetten für Jugendliche und Heranwachsende
  • Abendessen/Frühstück
  • Wäsche waschen und duschen
  • Kontakt und Beratung
  • Vermittlung in die Beratungsstelle der KuB und in andere Hilfeeinrichtungen
  • gesundheitliche Prävention und Fürsorge (Ausgabe von Kondomen, Verbandwechsel usw.)
  • Notversorgung (Ausgabe von Hygieneartikeln und Wechselwäsche, Hunde- und Rattenfutter, usw.)
  • Essensversorgung: Mittwoch- und Sonntagabends, auch unabhängig vom Schlafplatzangebot
  • Minderjährige können bis zu 12 Nächte im Sleep In übernachten und 18- bis 20-jährige bis zu 6 Nächte im Monat. Nach Absprache und in begründeten Einzelfällen sind auch weitere Nächte möglich.
Aufgabenbereich und Zielsetzung

Jugendhilfe im Sinne des § 85 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII mit der speziellen Klientel schwer erreichbarer Jugendlicher. Gesetzliche Grundlagen sind die §§ 13, 14 SGBVIII und § 67 ff, SGB XII.
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Übernachtungseinrichtung

Das Sleep In ist eine niedrigschwellige Übernachtungseinrichtung, die auch Jugendlichen und Heranwachsende mit Tieren (Hunde, Ratten) einen Schlafplatz bietet. Im Sleep In werden überregional junge Menschen aufgenommen und betreut, die in ihrer aktuellen Lebens- und Krisensituation Hilfen der Notdienste und der Jugendämter nicht annehmen.


Freiwilligenengagement

Insgesamt 12 Freiwillige sind für die KuB tätig. Sie haben folgende Aufgaben übernommen:
   · Essensausgabe
   · Kreativangebote
   · Rechtsberatung
   · Chatberatung und Blog
Interessierte können sich über Einsatzmöglichkeiten unter Tel.: 61 00 68 11 informieren.

Dankeschön
Die KuB bedankt sich auch auf diesem Weg bei allen Spender/innen.

© 2018 Berliner Notdienst Kinderschutz