Straßenjugendliche

ab 13 Jahren, die sich hilfesuchend zur Abwendung einer psychischen und physischen Notlage oder bei Gefahr für Leib und Leben an die KuB wenden.

Im Einzelfall geht es auch um junge Volljährige, die auf der Straße leben.

Überwiegend handelt es sich um Jugendliche aus allen Bundesländern und aus dem benachbarten Ausland.

Zum größten Teil kommen sie aus Familien in prekären Lebenssituationen. Risikofaktoren in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld wie beispielsweise miterlebte Partnergewalt (häusliche Gewalt), Missbrauch und Vernachlässigung, konnte weder in familiären und schulischen Bezügen, noch mit ‚Hilfe zur Erziehung’ nachhaltig etwas entgegengesetzt werden. Eine bedeutsame Anzahl dieser Jugendlichen ist wochen- und monatelang unterwegs und bestreitet den Lebensunterhalt im Umfeld von Bettelei, Prostitution, Drogenszene und Kriminalität. Diese Jugendlichen lehnen herkömmliche Jugendhilfeangebote ab.

Neben der sensiblen Kontaktaufnahme über die aufsuchende Sozialarbeit stehen kontinuierliche Beratung und die Vermittlung in weiterführende Hilfen im Mittelpunkt der Aufgaben der KuB.

Sobald die Jugendlichen dazu bereit sind
, stellen die Berater/innen einen Kontakt zum Elternhaus, Jugend- und Gesundheitsbehörde und/oder wenn notwendig der Polizei/Justiz her.

In Kooperation mit allen Beteiligten wird hier ein vorläufiger Hilfeplan mit dem Ziel erstellt, Jugendliche vom Straßenleben in weiterführende Hilfen zu vermitteln.